Das Foto zeigt Steven mit vier Kindern in einem dunkeln Raum wie sie mit Licht malen.

Inklusive Kulturvermittlung

Die Inklusive Kulturvermittlung richtet sich primär an Personen mit Behinderung. Hierbei kooperiert sie mit nicht/behinderten Menschen. Da Inklusion und Teilhabe für sie nicht ein weiterer Begriff zur Legitimation bestehender Hierarchien sind, sucht die Inklusive Kulturvermittlung zunächst nach Machtgefällen, nach Ausschlüssen und verhandelt die nötige sprichwörtliche „Augenhöhe“ jeweiliger Zusammenarbeit immer wieder aufs Neue. Sie fußt auf den Methoden der Soziokultur sowie der Kulturellen Bildung, die die Sichtbarkeit (der Kunst und Kultur) von/mit Behinderung spätestens seit Verabschiedung der UN- Behindertenrechtskonvention bis heute fördern. Gleichzeitig hinterfragt sie deren (kultur)pädagogischen Gestus in Verbindung mit den Ansätzen der Disability Studies. Denn die Inklusive Kulturvermittlung zielt auf eine selbstbestimmte Sichtbarmachung und aktive Teilhabe (einer Kunst und Kultur )mit/von Behinderung innerhalb des Kunst- und Kulturbetriebes, auf dem ersten Arbeitsmarkt, inmitten der Gesellschaft. Wir (Menschen mit Behinderung) sind nicht länger ‚nur‘ Empfänger:innen von Sozialleistungen oder Weiter/Fortbildungsprogrammen! Wir haben das Recht bspw. Künstler:innen, Kunstvermittler:innen, (Kultur)akteur:innen auf allen Ebenen und in allen Bereichen des Lebens zu sein. Sei dies eine Präambel einer Selbstständigkeit mit Behinderung.

Angebotene Leistungen:

  1. Inklusives Projektmanagement, von der Projektkonzeptualisierung, inklusivem Audience Development über die Fördermittelakquise bis zur diskriminierungssensiblen Durchführung
  2. Coaching zu Ableismus, Behinderung, Inklusion sowie Teilhabe sowie Zugänglichkeit *(siehe unten)
  3. Vermittlung zur Audiodeskription, Untertitelung sowie Übersetzung in Leichte(r) Sprache
  4. Durchführung von (inklusiven) literarischen, dramaturgischen, fotografischen sowie musealen Formaten der Kulturvermittlung
  5. Moderation von Veranstaltungen
Auf dem Bild ist im Vordergrund ein leerer Rollstuhl zu erkennen. Daneben steht ein Schild neben einem Treppenaufgang, auf dem steht: Achtung Straßenschäden. Weiter oben auf eine Art Damm ist ein Paar auf einer Bank zu erkennen
Foto von Solbrig

*Beispiel #1 für einen Workshop/ ein Seminar: ¿ Behinderung, das sind immer die Anderen?

„Nothing about us without us!“, so lautet die Parole unter der sich maßgeblich 1960 Menschen mit Behinderung sammelten, um gegen Bevormundung und Ausgrenzung zu protestieren. Auch knapp zwölf Jahre nach der Verabschiedung der viel rezitierten UN- Behindertenrechtskonvention scheinen die damaligen Anliegen der ‚Bewegung mit Behinderung‘ höchst relevant. Auch heute geht es vielen von uns um Sichtbarkeit, Inklusion, Teilhabe und Zugänglichkeit. Doch was meinen diese Begriffe eigentlich konkret, bspw. im Bezug auf den deutschen Kunst- und Kulturbereich? Wo sehen wir gegenwärtig in ihm Barrieren? Welche Herausforderungen stellen Ableismus, ‚inspiration porn‘ und ‚abledsplaining‘ bspw. an behinderungssensible Organisationen, kreativen Kollektive oder mixabled Tanzkompanien? (Und wie) lässt sich diesen entgegenwirken? Was sind die ‚bösen‘ Blicke auf Behinderung? (Wie) können wir diesen in den Räumen der Kunst begegnen?

Ein partizipatives Einführungsseminar zur Sichtbarkeit, Teilhabe und Inklusion, mit Praxisanteilen. Der Umfang richtet sich ganz nach den Bedürfnissen der Teilnehmenden.

*Beispiel # 2 Queering the Crip or Cripping the Queer?

„I dreamed of you, us too…“ (Joel S.Riche)
Warum stört eigentlich manche Nichtbehinderte das Wörtchen „Crip“? Warum klingt
der Vortragstitel so nach Uni? Wie sieht eigentlich die Gesellschaft auf Gender und
Sexualität von Menschen mit Behinderung? Inwieweit prägen gegenwärtige Behindertenrechtsaktivist*innen jenen Blick? Warum ist die gegenwärtige Queerness für Personen mit Behinderung gar nicht so neu? Was bedeutet Ableismus? Gibt es diesen auch im (queer-)feministischen Spektrum? Und wer sind eigentlich diese (Queer) Crips?

Ein Vortrag zu den Interpendenzen zwischen Gender, Behinderung und Herkunft mit Exkursen in die (queere) Kunst und Kultur mit Behinderung.

Steven steht im schwarzen Kleid und Teufelsohren auf

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Inclusive cultural mediation addresses itself mainly at people with disabilities. However, it also cooperates with non-disabled people. It is based on the methods of socioculture and cultural education, which promote the visibility (of art and culture) of people with disabilities, since the ratification of the UN disability rights Convention. At the same time, it questions the (cultural) pedagogical gestures in connection with the approaches of disability studies. Inclusive cultural mediation aims at self-determined visibility and participation (of an art and culture) of / with people with disabilities within the art and culture industry, on the primary job market, in the center of society. We (people with disabilities) are no longer ‚just‘ recipients of social benefits or training programs! We have the right to be artists, art mediators, (cultural) stackholders on all levels and in all sector of life. Let this be a preamble to self-employment with a disability.

For detailed information concering workshops, seminars etc., please contact me: post@stevensolbrig.de