:SichSelbstBestimmen

Ein Fotoprojekt von/mit Menschen mit Behinderung

Sich selbst bestimmen? – Wieso das?

Weil es manchmal heißt, dass doch nur das Beste gewollt wird, weil /oder dass eben so nur gesellschaftliche Systeme funktionieren können.
Weil es noch viel zu oft heißt: Name, Herkunft, blau oder rosa.  Denn sobald uns die Nabelschnur abgeschnippelt wird, wird durchkategorisiert. Da sind plötzlich Grenzen in/mit denen wir aufwachsen, (mit) Regeln und dem Versuch von Mustern relativer (charakterlicher) Gemeinsamkeiten. Doch wo es Gemeinsamkeiten gibt, gibt es auch Unterschiede, verschiedene Menschen, die Anderen.

Wie lebt es sich damit eigentlich? Was macht das mit uns und wir mit ihm? Und wer bestimmt eigentlich die Merkmale dieser Merkmale? Wie sehen wir eigentlich aus wenn wir so wir sind( vor den Anderen)? – Diese und noch mehr philosophischen Fragen könnten mit dem Titel des Projektes theoretisch verbunden werden. Muss aber auch nicht. Viel wesentlicher ist der Impuls praktisch bei Menschen den Spaß an der Fotografie zu fördern. – Und weil es dann doch heißt, dass unsere Handlungen unsere Person ausmachen, wir darum nie statisch sind, soll den Teilnehmenden die Möglichkeit geboten werden, sich im fotografischen Prozess für einen Augenblick festzuhalten, #SichSelbstBestimmen, für sich, für/gegen all die Fragen, Muster, für das Andere in uns, das uns und die Anderen da Draußen schafft.

Konzept und Durchführung: Das Fotoprojekt adressiert sich an Rehabilitanden/Besucher*innen der Behindertenwerkstätten/-vereine und aber auch an Einzelpersonen. Hierbei wird die Erstellung von Selbstporträts  durch die Projektteilnehmenden verfolgt und letztlich die Präsentation dieser Fotografien in einer selbstgestalteten Ausstellung.

Wichtig: Das Projekt ist zunächst als prozessorientiert und ergebnisoffen zu verstehen, d.h. ein endgültiger Ausstellungstitel, die Motivwahl oder der potentielle Aufnahme- und Ausstellungsort sollen von den Projektteilnehmenden selbst bestimmt werden.

Und es ist und bleibt zu unterstreichen: Dieses Projekt ist überparteilich und unabhängig, d.h. es arbeitet NICHT für eine bzw. steht für keine Institution. Und wenn, dann wird es von seinen Teilnehmenden bestimmt!

Arbeitszeitraum: Das Projekt ist fortlaufend angelegt und richtet sich an Menschen mit körperlicher, psychischer und geistiger Behinderung.
Angedacht sind wöchentliche (zunächst Kennenlernen) Treffen in der/im jeweiligen Behindertenwerkstatt/-verein oder Haushalt. Zunächst sollen so die Erwartungen und Ansprüche der Projektteilnehmenden an das Projekt thematisiert werden. Im Anschluss sollen die fotografischen Kenntnisse abgeglichen, bzw. eine Einführung in den Umgang mit einer Kamera gegeben werden (Kameras werden gestellt), um schließlich Formate für eine evtl. Ausstellung zu erarbeiten.
Als inhaltlicher Einstieg dient zunächst die Fotoserie „Finger Weg“ von Steven Solbrig. Dieser arbeitet als Ansprechpartner und als Begleitperson während der Projektdauer. Ausgehend von jener Selbstporträtsserie soll den Projektteilnehmenden ein kreativer Impuls für ihr eigenes kreatives Schaffen gegeben werden.
Bei Interesse, Anmeldung zur Teilnahme unter post@stevensolbrig.de

#FürEineBewegungDerBilder

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:SichSelbstBestimmen in der taz:  www.taz.de/!5362844/

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